Gesundheit

Blutdruck-Rechner: Werte nach Alter einordnen

Der Blutdruck-Rechner ordnet Ihren systolischen und diastolischen Blutdruckwert in die Kategorien der europäischen Leitlinien ein und vergleicht ihn mit dem Durchschnitt in Deutschland nach Alter und Geschlecht.

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  • Ohne Anmeldung
  • Mit Rechenweg
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Anleitung

So nutzen Sie den Rechner

  1. Tragen Sie Ihren systolischen (oberen) und diastolischen (unteren) Blutdruckwert ein.
  2. Geben Sie optional Alter und Geschlecht ein, um Ihren Wert mit dem deutschen Durchschnitt zu vergleichen.

Formel und Rechenweg

So rechnet der Rechner

  1. Einordnung nach den Blutdruckkategorien der ESC/ESH-Leitlinien 2018:
Kategorie Systolisch (mmHg) Diastolisch (mmHg)
Optimal unter 120 und unter 80
Normal 120-129 und/oder 80-84
Hoch normal 130-139 und/oder 85-89
Hypertonie Grad 1 140-159 und/oder 90-99
Hypertonie Grad 2 160-179 und/oder 100-109
Hypertonie Grad 3 ab 180 und/oder ab 110
Isolierte systolische Hypertonie ab 140 und unter 90
  1. Die Europäische Gesellschaft für Kardiologie (ESC) hat 2024 eine vereinfachte, dreistufige Einteilung vorgeschlagen (nicht erhöht unter 120/70, erhöht 120-139/70-89, Hypertonie ab 140/90); die Europäische Gesellschaft für Hypertonie (ESH) hält an der siebenstufigen Einteilung fest, die dieser Rechner verwendet, weil sie feiner unterscheidet.
  2. Vergleich mit dem Durchschnitt: nach Alter und Geschlecht aus der Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland (DEGS1) des Robert Koch-Instituts.

Zahlen zum Vergleichen

Beispiele und Richtwerte

Blutdruck Alter Geschlecht Einordnung Durchschnitt DEGS1
135/87 mmHg 45 Jahre Männlich Hoch normal 127/78 mmHg
118/75 mmHg 25 Jahre Weiblich Optimal 113/66 mmHg
150/85 mmHg 60 Jahre Männlich Isolierte systolische Hypertonie 129/76 mmHg
185/115 mmHg ohne Angabe Männlich Hypertonie Grad 3 ohne

Gut zu wissen

Regeln, Grenzen und Begriffe

  • Die Kategorien gelten für in der Arztpraxis gemessenen Blutdruck. Bei der Selbstmessung zu Hause gelten etwas niedrigere Grenzwerte.
  • Ein einzelner Messwert sagt wenig aus; für eine verlässliche Einordnung zählen mehrere Messungen zu verschiedenen Tageszeiten.
  • Der DEGS1-Durchschnitt zeigt, was in der jeweiligen Altersgruppe in Deutschland üblich ist, nicht, was gesund ist. Auch der Durchschnitt liegt in höherem Alter oft über dem optimalen Bereich.
  • Bei wiederholt erhöhten Werten oder Symptomen wenden Sie sich an eine Arztpraxis.

Glossar

Systolischer Wert
Der obere Blutdruckwert, der Druck beim Herzschlag.
Diastolischer Wert
Der untere Blutdruckwert, der Druck zwischen zwei Herzschlägen.
mmHg
Millimeter Quecksilbersäule, die Einheit des Blutdrucks.
Hypertonie
Bluthochdruck, ab Werten von 140/90 mmHg in Grade unterteilt.
DEGS1
Die Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland des Robert Koch-Instituts, aus der die Durchschnittswerte stammen.

Fragen und Antworten

Häufige Fragen

Was ist ein normaler Blutdruck?

Nach der ESC/ESH-Leitlinie gilt ein Wert unter 120/80 mmHg als optimal, 120 bis 129 zu 80 bis 84 mmHg als normal. Ab 140/90 mmHg spricht man von Hypertonie.

Warum gibt es zwei verschiedene Einteilungen?

Die Europäische Gesellschaft für Kardiologie hat 2024 eine vereinfachte dreistufige Einteilung vorgeschlagen, um die Aufmerksamkeit für erhöhten Blutdruck zu verbessern. Die Europäische Gesellschaft für Hypertonie hält an der feineren, seit 2018 gültigen siebenstufigen Einteilung fest.

Steigt der normale Blutdruck mit dem Alter?

Der durchschnittlich gemessene Blutdruck steigt in Deutschland mit dem Alter an, besonders der systolische Wert. Das ist aber ein statistischer Durchschnitt, kein gesundheitlicher Zielwert; die Leitlinien-Kategorien gelten unabhängig vom Alter.

Gelten die Kategorien auch für die Selbstmessung zu Hause?

Die Kategorien gelten für in der Arztpraxis gemessenen Blutdruck. Bei der Selbstmessung zu Hause gelten etwas niedrigere Grenzwerte.

Nachprüfbar

Quellen und Stand

  • Deutsche Gesellschaft für Kardiologie: Pocket-Leitlinie Arterielle Hypertonie (ESC/ESH-Leitlinien 2018), Blutdruckkategorien. leitlinien.dgk.org
  • Deutsche Gesellschaft für Kardiologie: Überblick zu den ESC-Leitlinien 2024, vereinfachte dreistufige Blutdruckeinteilung (nicht erhöht, erhöht, Hypertonie) neben der von der ESH beibehaltenen siebenstufigen Einteilung. herzmedizin.de
  • Robert Koch-Institut: Blutdruck in Deutschland 2008-2011, Ergebnisse der Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland (DEGS1), Bundesgesundheitsblatt 56:795-801 (2013). edoc.rki.de

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